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IEDA: Impakt-Echo-Messsystem Drucken
Mittwoch, den 12. Januar 2011 um 18:44 Uhr

Zerstörungsfreien Prüfverfahren kommt auch im Bauwesen eine zunehmendere Bedeutung zu. Sie dienen zum einen der Qualitätssicherung während der Bauphase und zum anderen der Beurteilung von Bauschäden und -mängeln an bereits bestehenden Bauwerken. Insbesondere solche Prüfverfahren, die schnell und einfach zu handhaben sind und die eine sofortige Auswertung der Ergebnisse ermöglichen, sind für die in-Situ-Untersuchung von Bauteilen, z.B. auf der Baustelle, aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten von Vorteil. Sie lassen Verarbeitungs- und Baumängel schnell erkennen, und eine sofortige Nachbesserung wird ermöglicht.

Der Einsatz von Zerstörungsfreien Prüfverfahren (ZfP) ist bei einigen Bauvorhaben mittlerweile sogar verbindlich. So ist seit März 2001 durch die Einführung der Richtlinie für die Anwendung der zerstörungsfreien Prüfung von Tunnelinnenschalen vom Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen (BMVBW) die Zerstörungsfreie Prüfung und Qualitätssicherung von Tunnelbauten im Zuge von Bundesbauwerken vorgeschrieben. Das in der Richtlinie aufgeführte Impact-Echo-Verfahren ist damit auch eines der ersten anerkannten ZfP-Verfahren im Bauwesen.

Für den einfachen und schnellen Einsatz des Impact-Echo-Verfahrens wurde ein praxisgerechtes Messsystem entwickelt. Das Messsystem besteht aus den Komponenten Sensor, automatischem Impactor sowie einer A/D-Wandlerkarte für den Einsatz im Notebook oder Tablet-PC. Dabei sind im Hinblick auf eine einfache Handhabung neuste Erkenntnisse aus der Wissenschaft (Kooperation mit der Universität Stuttgart) in Soft- und Hardware umgesetzt worden. Zu den wesentlichen Neuerungen des Messsystems gehört die Entwicklung eines elektronischen Impactors, der zum einen die Durchführung der Messung wesentlich vereinfacht, aber zum anderen eine bessere Wiederholbarkeit einer Einzelmessung gewährleistet. Gegenüber herkömmlichen Messsystemen werden somit deutliche Zeiteinsparungen bei der Messdurchführung ermöglicht. Die schnelle und teilautomatisierte Messung großer Felder (Wände, Tunnelschalen, etc.) bereitet somit keine Probleme mehr.

Wesentliche Merkmale:

  • Baustellengerechte Ausführung (staub- und spritzwassergeschützt, sowie netzunabhängiger Betrieb)
  • Einfache Handhabung (Ein-Mann-Betrieb)
  • Schnelle Messdurchführung mit einfacher Bedienung über die Impactor-Einheit oder Touchscreen

Softwarepackage: IEDA

Die eigens für komplexe Messaufgaben entwickelte Software ist auf das Messsystem abgestimmt. Sie bietet umfangreiche Funktionen, die für den einfachen Einsatz auf der Baustelle ausgelegt, aber auch für die Forschung von großem Interesse sind. Beispielsweise ist die Software derart gestaltet, dass nur drei Knöpfe für die eigentliche Durchführung einer komplexen Messaufgabe bedient werden müssen. Weiterhin erleichtert die Bedienung über den Touchscreen den Messablauf.

Für die Auswertung der Messergebnisse stehen umfangreiche Transformationstools und Darstellungsmöglichkeiten zur Verfügung. Sie bieten sowohl für die Begutachtung von Bauvorhaben als auch im Hinblick auf den Einsatz in der Forschung vielfältige Möglichkeiten. Von der Signalfilterung mittels Bandfilter bis hin zur Erstellung ganzer Sequenzen mit verschiedenen Transformationen und Filtern sind hier nahezu keine Grenzen gesetzt. Das ursprüngliche Messsignal bleibt hierbei natürlich immer unangetastet.

Wesentliche Merkmale:

  • Manuelle oder teilautomatische Messdurchführung
  • Umfangreiche Transformations- und Filtertools
  • Verschiedene Darstellungsmöglichkeiten der Ergebnisse: als einfache FFT (A-Scan) mit Tiefenangabe, als farbiges Tiefendiagramm (B-Scan) bei Linienmessungen oder als Flächendiagramm (C-Scan) mit Angabe des Maximalpeaks
  • Exportfunktionen für Grafiken und Tabellen zur einfachen Dokumentation der Messergebnisse (z.B. Tiefendiagramme von Linien oder über Flächen)
  • Volle MS-Windows-Kompatibilität
Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 13. Januar 2011 um 22:54 Uhr